Nacht der Golfer

KIR-Talk mit Hansi Kraus und Wolfgang M. Prinz:

Zwei Münchner Spezln, die viel Gaudi haben




Fotos: Sigi Jantz

Lausbubengeschichten anno 2017: Künstler „Wolfi“ Prinz und Schauspieler Hansi Kraus posieren mit alten Schultafeln, Schulranzen und witziger Malerpalette. Links im Bild: Der Maler-Prinz liebt unterschiedliche Hüte mit frischen Blumen, hier mit KIR München VIP-Redakteurin Daniela Schwan

Unser KIR München Team traf beim Szene-Italiener „Il Mulino“ auf der Görresstraße diesmal zwei Münchner Kult-Figuren: Schauspieler Hansi Kraus, 65, und Künstler Wolfgang M. Prinz, 68. Zwei gestandene Männer mit Charme und Manieren, die ihren Weg gemacht haben. Und für ihr Leben gerne lachen. KIR München Fotograf Sigi Jantz hatte fürs Spaßfotos extra einen Schulranzen und zwei alte Schultafeln mit Kreide als Requisiten dabei. „Mei, genauso eine hatte ich auch damals noch in meiner Schulzeit“, lacht Hansi Kraus, und: „das erinnert mich schon wieder an die Dreharbeiten zu den ‚Lausbubengeschichten’. Seitdem war Kraus als Schüler mit der großen Klappe Kult. Ihm verdanken wir etliche Paukerfilme der 60er-Jahre, in denen besonders fiese Lehrkörper zur Gaudi der Zuschauer das Fürchten lernten. Auch im Erwachsenenalter ist der ehemalige Kinderstar gut im Geschäft, zuletzt stand er für Serien wie „Die Rosenheim-Cops“ und „Hubert und Staller“ vor der Kamera oder tritt im „Komödienstadl“ auf. 

Prominenten-Status genießt auch der gebürtige Berchtesgadener und gelernte Augenoptiker

Wolfgang M. Prinz vor allem wegen seiner allseits beliebten Porträts internationaler VIPs aller Couleur. Die Experimentierfreudigkeit und Innovationslust des „Malerprinzen“ wird überaus geschätzt, seit 1972 betreibt er ein „intensives Studium menschlicher Schwächen“, wie er augenzwinkernd erzählt, es entstanden seine Teufel. In seine vielschichtigen Kunstwerken ordnete  er sich in der Portraitarbeit ,bzw. Portraitkunst in den „Überrealismus“ ein. Vor kurzem begeisterte Prinz mit einer Sonderausstellung die Besucher des „Bier- und Oktoberfestmuseums“ in der Innenstadt von München mit seinen Scenen, Porträts, Karikaturen, Faschingsorden, Speisekarten und Bierkrüge. Ein Mundart-Interview, für Nicht-Bayern abgeschwächt ...

KIR-München: Willkommen beim KIR-Talk! Ihr seid ja seit langem befreundet …

Hansi Kraus: Ja, des war damals ein Desaster, und seither bring ich ihn nimmer los. Lacht. Uns haben sie immer für die Presse zusammengstellt, und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden.

Wolfgang M. Prinz: Mei, schon ewig her... ca  25 Jahre. Männer-Freundschaften überdauern eben alles. Ja, vom Lausbuben- und Jugendstar-Image wegzukommen, ist schwierig, aber der Hansi ist dann mit der Lümmel-Rolle erwachsen worden und heut eine Berühmtheit.

Hansi Kraus, in jungen Jahren hat er das Fachabitur in Design absolviert und eine Ausbildung zum Erzieher. Doch die Liebe zum Schauspiel war größer

Hansi Kraus: Aber bitte ned der „ewige Lausbub“ …  ich bin zufrieden, spiele viel Theater …

Wolfgang M. Prinz (atmet durch): Entschuldigt, aber ich bin ein bisserl abghetzt. Komm fast immer zu spät, wahrscheinlich auch zu meinem eigenen Tod. Lacht. Schaut, ich hab’ einen extra  an Trachtenhuat’ mit frischen Blumen dabei, setzt mal auf!

Hansi Kraus: Ich weiß ned, hab ned so des Hutgesicht. Der Wolfi malt mich übrigens schon seit längerer Zeit, ich steh ihm immer wieder Modell.

Wolfgang M. Prinz: Ah geh, so lang ist des doch noch ned! Aber ich habe etliche Projekte gleichzeitig am Laufen, meine „Schönheits-Galerie des Erfolgs“ zu Beispiel. Die heißt so, weil Erfolg von innen kommt - und nur Schönheits-Galerien gibt’s genug! Mit dabei ist Janina Hartwig, Michaela May, Christine Neubauer, Karin Thaler usw, die sitzen oder liegen mir mehrfach Modell. Lacht. Romy Schneider mal ich übrigens auch ,viel aus dem Gedächtnis.

Des wird eine Sensation, hab sie ja mal nackert im Garten in der Schönau bei Berchtesgaden gesehen - ein Spezl von mir hat neben ihr gwohnt. Ja, und dann gibt’s meine Galerie mit den

Wolfgang M. Prinz ist gelernter Augenoptiker und arbeitete in mehreren graphischen Berufen, wo er ausgebildet wurde, er sammelt unterschiedliche Hüte und benutzt mehrere verschiedenartige Brillen sowohl in der Brennweite und auch im Design. Die Kunst ist sein Lebensmotor

bayerischen Erfolgsmännern wie dem Hansi, sogar noch mit Nacktbild von ihm im Hintergrund, grinst, dann Fritz und Elmar Wepper und viele mehr. Mei, und  Auftragsarbeiten muss ich auch noch machen, um Geld zu verdienen. Außerdem planen wir eine Ausstellung mit den Fotos vom Hansi mit verschiedene Hiat von mir, hab ja an die 16 Stück.  Des werden Gaudi-Bilder, daran arbeitet wir ja auch schon seit drei Jahren. Und an meinem Fantasy-Comic bin ich schon seit 20 Jahren dran.

Hansi Kraus: Da musst aber sehr, sehr alt werden, um das noch alles zu schaffen!

Wolfgang Prinz: Ja, des hab ich vor! Meine Oma väterlicherseits, die war so lustig und hab’ ich so gern ghabt, ist über 90 worden. Ich hab übrigens da oben auch noch drei weitere Leben beantragt …

 

KIR München: Ah ja. Übrigens, Eure Kinder sind ja sozusagen in eure Fußstapfen getreten.

Wolfgang M. Prinz: Mein Sohn Bernhard ist super, wir machen mal eine Ausstellung zusammen. Inzwischen hat er auch liebe Kinder, lauter Buben, und alle malen und zeichnen auch schon! Ich werde jetzt bald wieder Mal Opa. Und ich hab auch noch 2 andere liebe fleißige Buam.

 

 

Wolfgang M. Prinz porträtiert derzeit Hansi Kraus, Schauspielerin Karin Thaler und viele mehr

Hansi Kraus: Auch noch! Meine Tochter Miriam wollt unbedingt auch Schauspielerin werden, da hab ich zu ihr gesagt, du kennst das Geschäft, hast ja von Kindesbeinen mitbekommen, wie’s da läuft, mal gut, mal schlechter. Und sie? Sie bekam gleich Riesenrollen. Heute ist es ruhiger um sie, sie hat zwei Kinder in der Zwischenzeit und mag genauso wenig Klinken putzen wie ich und sich selbst anbiedern.

Wolfgang M. Prinz: Glück braucht man auch! Und die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt kennenlernen. Ich sagte meinen Kindern „ Macht den Beruf der Euch glücklich macht“

Hansi Kraus: Künstler sollten sich besser nicht vermehren – Spaß (lacht). Meine Enkel sind 12 und 5, ich geh jetzt mit ihnen zur Wiesn zum Wilde-Maus-Fahren. Trotzdem bin ich nicht so der Wiesngänger. Ich fand schon als Jugendlicher, dass die Wiesn Abzocke ist. Die Fahrgeschäfte haben mich aber schon immer greizt, ich habe früher alles gemacht, was gefährlich ist, Fallschirm gesprungen, Bungeespringen, Ballonfahren …

KIR München: Wow, das klingt nach Freiheit... Wie wichtig ist das für Euch?

Wolfgang M. Prinz: Ich lieb die Freiheit. Das bedeutet, beruflich zu machen, was ich will. Freiheit, auch in meiner Beziehung mit Conny Reiner. Wir sind seit 14 Jahren zusammen, leben aber in getrennten Wohnungen. Wir haben schon etliche Trennungen hinter uns und sind immer wieder zusammengekommen, dazwischen hatte jeder auch schon andere Partner.

Hansi Kraus: Des is bei mir anders. Ich bin ein Beziehungs-Urgestein, kenn meine Frau seit 50 Jahren, und seit 42 Jahren sind wir verheiratet. Gott sei Dank hat sie nichts mit der Branche zu tun, sie hat eine Praxis für Homöopathie, sonst wären wir wahrscheinlich auch schon geschieden

Die Dauerausstellung "Fotografien von Hansi Kraus" ist in der Iberlbühne im Augustiner Stammhaus zu sehen, hier: „Hoher Besuch“

Wolfgang M. Prinz: Mei, de Branche! Da wird ja so viel gredet und noch mehr versprochen. Da darfst fast nix drauf geben.

KIR München: Ihr beide seid unterschiedlich, aber habt trotzdem viel gemeinsam.

Wolfgang M. Prinz: Wir verstehen uns blind und haben viel Gaudi miteinand. Wo ist übrigens meine „Bruin“ (Brille?)

Hansi Kraus: Die hängt am Bandl um deinen Hals! Ab und zu gehen wir zum Stammtisch ins Bier- und Oktoberfest-Museum und planen Ausstellungen. Lacht. Lustig übrigens, ich fotografier ja auch, habe eine Dauerausstellung mit Landschaftsporträts in der Iberl Bühne im Augustiner Stammhaus.

Wolfgang M. Prinz: Der Hansi ist wirklich guad! Hat auch schon im Valentin Musäum ausgstellt. Und wir planen gemeinsam ein größeres Projekt ...

Lachen gerne für die Kamera und auch privat: Maler Wolfgang M. Prinz und
Schauspieler Hansi Kraus (im Janker aus der Trachten-Kollektion von Frederic Meisner)
Augenweide und Gaumenschmaus: die Vorspeise-Spezialitäten im Il Mulino

REVIVAL DER „LAUSBUBENGESCHICHTEN“ AUF DER BÜHNE

 

Hansi Kraus: Apropos Iberl. Seit zehn Jahren trete ich dort auf. Nächstes Jahr wird’s eng, ich mach die „Love Letters“, da lesen sich ein Mann und eine Frau gegenseitig ihre Liebesbriefe vor. Ja, und dann gibt’s noch die „Lausbubengeschichten“ in der Komödie am Alten Markt in Braunschweig. Da spiel ich den Ludwig Thoma, wie er auf der Bühne in einem Gasthaus die Lausbubengeschichten schreibt - das wird dann im Stück mit der Bedienung und den Gästen nachgspielt, nette Sach!

KIR München: Haben Sie einen Lieblingsstreich aus der Serie, Herr Kraus?

Hansi Kraus: I bin da Hansi! Der schönste Streich ... im Film ist er allerdings anders aufbereitet worden - also im Buch schmeißen wir Steine ins Fenster hinein und treffen aus Versehen die Nase eines lebensgroßen Heiligen aus Gips. Im Film steigen wir in die Aula ein, verbinden den Heiligen mit einem Strick um den Hals mit der Türklinke. Und als sie aufgemacht wird, haut’s den Heiligen voll zusammen…

Wolfgang M. Prinz: Ja, ja, die Heiligen!

 

www.hansikraus.de

www.wolfgang-m-prinz.de

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