VIPs und die Liebe

Margot & Günter Steinberg Text© Daniela Schwan Fotos©Sigi Jantz




Zwei, die wie Pech und Schwefel zueinanderhalten: Margot und Günter Steinberg. Dass das nicht immer so war, verrät das Wirte-Ehepaar beim Besuch von KIR-München-Redakteurin Daniela Schwan und Fotograf Sigi Jantz in deren Hofbäukeller am Wiener Platz.

Ein Leben mit Bibel und Bier

Urgemütlich, super gastfreundlich, der bayerischen Tradition verpflichtet - Attribute, die für dieses historische Wirtshaus ebenso gelten wie für das Hofbräuzelt auf der Wiesn. Die Steinbergs: megaerfolgreich, aber auch Krisen sind ihnen nicht fremd, geschäftlich ebenso wie privat. Doch das Paar hat's geschafft - wie, das erzählte es ausführlich auch im Buch "Maßvoll - Ein Leben mit Bibel und Bier" aus der Feder des befreundeten Drehbuchautors und BR-Moderators Peter A. Machac.

"Ich habe heute Morgen gebetet, dass dieses Interview für beide Seiten erfolgreich verläuft", empfängt uns Günter Steinberg. Bibel und Bier - tatsächlich die Eckpfeiler im christlich geprägten Leben des Power-Paars. Heute zählen ihre Gaststätten zu den beliebtesten in München, ihre Ehe erlebt den zweiten Frühling, und geholfen auf diesem mitunter harten Weg hat ihnen der Glaube.

Als sie vor einigen Jahren nichtsahnend eine PRO-Christ-Veranstaltung in der Olympiahalle besuchten, wurden hier die Weichen für ihr Buchprojekt gestellt, das 2010 erschien. Das Paar legte dort öffentlich Zeugnis ab, wie es zu seinem Glauben gefunden hat. Das fand ein Vertreter des Stuttgarter Hänssler Verlags so spannend, dass er die beiden überreden konnte, ein Exposé zu erstellen. "Wir hatten nie vor, eine Biografie von uns zu veröffentlichen, so interessant sind wir auch nicht", betont Günter Steinberg. Doch sie hatten nicht mit der Hartnäckigkeit des Verlags gerechnet. "Wir wollten Menschen, die ähnliche Eheprobleme haben, aufzeigen, wie man aus so einer Krise herauskommt. Außerdem hat es einen christlichen Hintergrund, und wir wollten damit zum Nachdenken über den Sinn des Lebens animieren", sagt er.

Liebesgeschichte wie im Bilderbuch

Dabei begann ihre Liebesgeschichte wie im Bilderbuch, mitten im Fasching 1969. Margot war damals Faschingsprinzessin. Und: Sie fand die Liebe ihres Lebens. Günter, der 1966 Faschingsprinz war, half ihr im neuen Amt. "Ich arbeitete damals noch als Einzelhandelskaufmann in unserem Fotostudio in der Maxburg am Lenbachplatz. Das Geschäft war genau gegenüber vom Hotel Regina, in dem Margot damals untergebracht war. Jedes Mal, wenn das Rollo hochging, hab ich sie angerufen. Und die Hausdame vom Hotel hat aufgepasst wie ein Luchs. Damals war Margot 20, und ein Jahr später haben wir geheiratet." Und er sattelte um. "Ich hab mich dann doch eher für Hendln interessiert als für Fotoapparate", lacht er.

So stieg er also ins Wienerwald-Imperium ein, erst in München, später in der Schweiz, wo die Familie ihren Hauptsitz hatte und er neun Betriebe leitete. Doch so erfolgreich der Gastro-Newcomer auch war, der Ehe bekam es weniger gut. "Ich kam teilweise nur zum Kofferpacken nach Hause, gemeinsame Aktivitäten gab es keine. Ich hatte sehr, sehr wenig Zeit für meine Frau", gibt er zu. Sogar die Geburt von Sohn Ricky verpasste er - das Benzin war ihm zwischen München und Zürich ausgegangen. Zwei Welten, die nicht mehr zusammenpassen wollten. Als Margot Steinberg, die vor der Geburt der Kinder die Auslandsfilialen des Familienunternehmens geleitet hatte, mit Tochter Silja schwanger war, "hing ich in dem Kuhdorf in der Schweiz, bin nirgendwo mehr hingegangen. Das war richtig am Land, während er erst europaweit, dann weltweit unterwegs war", schildert sie, "und später wollte ich meine Kinder halt nicht alleine lassen. Ein paar Mal bin ich zu Veranstaltungen noch im Privatjet mitgeflogen, aber es war nicht mehr meine Welt."

Morgens gemeinsam beten

Mindestens so heftig die private Krise: "Eine Zeit lang war die Liebe sehr erkaltet, wir waren eigentlich kurz vor der Trennung. Ich hatte andere Interessen, Freunde, Events ...", erzählt Günter Steinberg, und Margot fügt hinzu: "Ich hatte ja erst meine Kinder, das war mir sooo wichtig. Und als sie größer waren, konnte ich zwar loslassen, aber ich habe mich gefragt, was ist eigentlich der Sinn des Lebens?" Geholfen hat ihnen nicht zuletzt der christliche Glaube. Auf einer Autofahrt nach Hause dachte Günter Steinberg nur: "Der Herrgott hat mir verziehen, ich hoffe nur, dass mir meine Frau auch verzeihen kann." Kaum zu Hause, hätten sie geredet und geredet. Auch wenn man jahrelange Probleme nicht in einem einzigen Gespräch lösen kann - es war ein Anfang. Aber es brauchte Zeit, bis Margots Misstrauen verschwand: "Ich mag kein Schwindeln und keine Lügen. Das hat er inzwischen abgelegt - ich hatte ja kein Vertrauen mehr zu ihm." Die Teilnahme an einem christlichen Ehe-Seminar in Schloss Klaus in Oberösterreich war eine große Hilfe. Günter Steinberg: "In dem Moment, wo du diese - ich nenne es jetzt mal Bekehrung - wirklich ernst meinst, siehst du deine eigenen Fehler und hast ein schlechtes Gewissen." Seitdem arbeitet er an seinen Schwächen. "Solange wir leben, werden wir nie perfekt sein, aber wir können uns verbessern", weiß Margot Steinberg heute. Das Ehepaar lebt nach der Bibel, versucht, das Positive zu sehen, und betet jeden Morgen gemeinsam.

Die Steinbergs verabschieden sich. "Wir sind jetzt erst mal auf den Kanaren und machen gemeinsam Urlaub", verraten sie. Günter Steinberg legt beim Hinausgehen den Arm um seine Frau. Eine Geste, die alles sagt ...

www.hofbraeukeller.de

Buch: "Maßvoll - Margot und Günter Steinberg: Ein Leben mit Bibel und Bier" SCM Hänssler Verlag

Margot und Günter Steinberg: "Zeigen Sie Herz und machen Sie mit. Spenden Sie, damit wir in München helfen können!" "'s Münchner Herz"-Stiftung IBAN: DE48 7005 3070 0031 4407 53 BIC: BYLADEM1FFB

  • Ein Trachtentraum aus edlen Stoffen und kunstvollen Stickereien: Das Label Heidi Couture jetzt auch in München.... https://t.co/RdBbCk5j9L
  • So wild wie eh und je: Auf der Premiere des 6. Teils von Die Wilden Kerle feierten bekannte Gesichter zusammen... https://t.co/SFUCUwu6gk
  • Der Frühling kann kommen! Beim Osterbrunch präsentierten die Models Darya Strelnikova, Simone Ballack und Alena... https://t.co/kacHOX6bQh
  • KIR München hat nicht nur zweibeinige Fans: Hier posiert Mopsdame Juli ganz angetan mit unserem Magazin! https://t.co/bOsjSjuh0g
  • Das lässt Frauenherzen höher schlagen: Das Münchner Modehaus KONEN eröffnet sein neues Accessoire-Paradies! https://t.co/5r8xEtumQ8