Bayern und seine Spirituosen

Tom’s Tasting steht diese Ausgabe unter dem Motto „Bayern“. Hier gibt es so viele grandiose Destillen und hochklassige Liköre, Schnäpse, Geiste und Brände, dass die Auswahl ungeheuer schwer fiel. Insgesamt 18 Produkte haben wir für diese Ausgabe ausgewählt und wurden durch unser Team verkostet.




Unsere Fachjury

Meike Zimmermann ist die Powerfrau der Dreier-Runde. Als Managerin der Falk´s Bar im Hotel Bayerischer Hof ist Sie die jüngste Barchefin in der Fünf-Sterne-Gastronomie.

Frank Böer zeichnet für die Finest Spirit Events und die Braukunst Live in Deutschland verantwortlich. Er ist Ehrenmitglied der Scotch Malt Whisky Society und trägt den Titel "Keeper of the Quaich".

Hubert Scheungraber betreibt die Passauer Bar "Journey" und ist weit über die Grenzen Bayerns für seine Signature-Cocktails bekannt.

Beginnen wir in München

Hier gab es in jüngster Zeit einige Unternehmensneugründungen, die sich auf hochwertige Spirituosen spezialisiert haben. Im Stadtteil Großhadern hat sich Korbinian Achternbusch auf die Produktion eines veganen Gins spezialisiert, den „Feel! Munich Dry Gin“, der auf 17 Botanicals setzt, darunter Limetten, Blaubeeren, Koriander, Aroniabeeren, Lavendel und aus nahe liegenden Gründen Wacholder. Alle Früchte und Gewürze kommen dabei aus kontrolliert biologischem Anbau und werden aromaschonend destilliert. Zudem verzichtet Korbinan Achternbusch im Produktionsprozess auf Zucker und Eiweißfilterung. Das Ergebnis ist ein Gin mit sehr eigener Zitrusnote.

Im Stadtteil Neuhausen befindet sich der Sitz der Münchner Spirituosen GmbH von Johammes Schlemmer. Sein Gin „Soul of Bavaria“ präsentiert sich bereits auf der Flasche Münchnerisch. Aufgedruckt sind die Bavaria und eine Silhouette bestehend aus frei zusammengestellten Münchner Wahrzeichen wie der Frauenkirche, dem Olympiaturm oder dem Wies‘n-Riesenrad. Entstanden ist ein Gin, der die bayerische und vor allen Dingen münchnerische Seele streichelt. Der ideale Begleiter, wenn Mama Bavaria bei ihrer nächsten Fastenrede auf dem Nockherberg austeilt.

Von Neuhausen geht es in den Stadtteil Schwabing-West. Adnan Alija lebt mit seinem Unternehmen „grimm spirit Die BarManufaktur München“ die Barkultur. Dabei fühlt er sich den Gebrüder Grimm verpflichtet, indem er gute Dinge sammelt und für die Nachwelt bewahren möchte. Allerdings kommen seine Märchen nicht aus Büchern, sondern aus Flaschen. Adnan Alija liebt es zu experimentieren. Sein Motto: „Echt. Edel. Exklusiv.“ Drei Produkte hat er bis heute für die Szene kreiert: den Rumlikör „Affengeil“, den Holunder-blütenlikör „Holly van“ und den Haselnusslikör „Natali“. Sie laden zu einer phantastischen Reise über Nase, Zunge und Gaumen ein.

Manfred Silbernagl kennt man in München als Wirt der Forschungsbrauerei in Altperlach und der Marktschänke am Viktualienmarkt. In seinem Familienbetrieb Schlierachtaler im bayerischen Oberland produziert er aber auch hochwertige Brände und Liköre. Das Wissen um bayerische Brenntradition wurde bereits über drei Generationen bewahrt. Bis heute wird nach handgeschriebenen Rezepturen liebevoll gearbeitet. Der hochprozentige Kräuterlikör von Manfred Silbernagel ist sein Aushängeschild und darf daher sogar den Namen „Schlierachtaler“ tragen.

Die Oberpfalz

In Arrach, in der beschaulichen Oberpfalz, befindet sich die Bärwurzerei Drexler, eine Schnapsbrennerei mit angeschlossenem Destilleriemuseum. Über 70 Schnapsspezialitäten werden von Reinhard Drexler angeboten. Neben den zahlreichen bayerischen Klassikern werden dort aber auch unterschiedliche Whiskys produziert. Das Aushängeschild in diesem Sortiment ist Drexlers „Arrach No. 1“, ein Single Cask Malt Whisky aus dem Bayerischen Wald.

Nur wenige Kilometer entfernt, in Bad Kötzting, befindet sich die Spezialitätenbrennerei Liebl, die ebenfalls zur internationalen Spitze gehört. Die sehr zahlreichen Prämierungen sprechen Bände und belegen den Qualitätsanspruch. Wenn man auf einer derartigen Erfolgswelle reitet, hat man auch die Muße Neues zu wagen. Gerhard Liebl hatte den Mut zu einem Premium Bärwurz mit langer Lagerzeit. Zunächst wurde die Spirituose in frisch entleerte Bourbon-Fässer gefüllt und für neun Jahre darin belassen. Dann wurden dem Premium Bärwurz drei weitere Jahre im Olorosso-Sherry-Fass bis zur perfekten Reifung gegönnt. Die Experimentierfreudigkeit und Geduld von Gerhard Liebl hat sich ausgezahlt.

Für einen Moment verweilen wir noch in der Oberpfalz. In Erbendorf befindet sich die Steinwälder Hausbrennerei Schraml, ein Familienbetrieb in der inzwischen sechsten Generation. Neben einem Traditions-Gin werden hier mehrere Whiskys in kleinen Auflagen produziert. Obwohl es sich laut dem Whisky-Guide Deutschland 2014 um die älteste Whisky-Destillerie Deutschlands handelt, startete die erfolgreiche Vermarktung erst mit Gregor Schraml in 2004. Die heutige Produktlinie besteht aus vier unterschiedlichen Whiskys. Der „Stonewood Drà“ ist ein Single Malt Whisky aus Gerstenmalz, der drei – oder auf Bayerisch: drà – Jahre in amerikanischer Weißeiche reift. Für den „Stonewood Smokey Monk“ wurde über Buchenfeuer geräuchertes Gerstenmalz eingemaischt, dann vergoren und abschließend destilliert. Seine Lagerung erfolgt drei Jahre in Eichenfässern. Der fünfjährige „Stonewood Woaz“ wird aus einer Weizen- und Gerstenmalzmischung hergestellt. Seine Reifezeit verbringt er in amerikanischer Weißeiche.

Das Flaggschiff aber ist der „Stonewood 1818“, der mit seinem Namen an das Jahr der Brennereigründung erinnert. Er darf zehn Jahre in Limousin-Eichenfässern aus Weinbrand-belegung reifen. Da die Nachfrage bei diesen Whiskys größer ist als die Anzahl der produzierten Flaschen, ist etwa der Single Grain Whisky „Stonewood 1818“ bereits bis 2018 ausverkauft. Wer eine Flasche erwerben möchte, muss sich aktuell ein Erwerbs-Zertifikat für die Zukunft sichern. Diese Art von Whisky-Subskription scheint aber eine durchaus sinnvolle Geldanlage für Fans bayerischer Whiskys.

Niederbayern

Von der Oberpfalz führt uns unsere Spirituosenreise nach Niederbayern. Der Langlebenhof im Passauer Stadtteil Hacklberg ist deutschlandweit für seinen Bio-Aroniasaft bekannt. Aronia gilt als Wunderbeere und ihr Muttersaft als supergesund. Beim schonenden Pressverfahren blieben jedoch immer jede Menge unverwertete Rückstände übrig. Die Lebensgemeinschaft Langlebenhof kam daher auf die Idee, die Reste zu verwerten und die niederösterreichische Destillerie Farthofer mit der Herstellung eines Likörs und eines Geistes zu beauftragen. Das Ergebnis feiert in diesem Jahr Premiere und überzeugt durch seine Qualität.

Prinzipiell ist Niederbayern in diesem Jahr sehr erfindungsreich. Mit ein paar Freunden kam der Hauzenberger Stefan Penninger auf die grandiose Schnapsidee etwa zwei Kilo Bärwurzeln mit einem Wetterballon in die Stratosphäre zu schicken. Gestartet wurde der Ballon am 31. Juli 2015 in Eugenbach bei Landshut. Nach einem Kurzaufenthalt im All ging es aus über 36 Kilometern Höhe wieder zurück zur Erde. In der Passauer Sperrwies konnte die Fracht geborgen werden. Aus dieser wohl höchsten bewurzelten Ballonfahrt entstand ein Wurzelschnaps, der als Sonderedition „Spacewurz“ abgefüllt wurde.

Von Hauzenberg geht es nach Hausham. Am oberbayerischen Schliersee liegt die Lantenhammer Destillerie, geleitet von Anton Stetter. Hier durfte Destillateurmeister Tobias Maier die letzten Jahre experimentieren. Dank seines handwerklichen Könnens und seiner Kreativität konnte er über die Jahre eine hochwertige Produktlinie aufbauen, aus der wir heute den „Bavarka Gin“ vorstellen, ein Wacholder-Destillat, das Maßstäbe setzt. In Neuhaus, unweit des Markus Wasmeier Freilichtmuseums, verantwortet Anton Stetter noch eine weitere Destillerie, die Whisky-Destillerie Slyrs. Hier produzieren der Master Destiller Hans Kemenater und sein Team das umfangreiche Sortiment der Slyrs Whiskys, um die inzwischen ein regelrechter Kult entstanden ist. Nach dem zwölfjährigen Whisky feiert dieses Jahr dort auch der „Slyrs 51“ seine Premiere. Wie die anderen Whiskys des Hauses ist auch dieser streng limitiert. Vermutlich wird er nicht lange auf dem freien Markt erhältlich sein.

Das Bewertungsschema

Unsere Bar-Profis bewerten nach Nase (N), Geschmack (G), Abgang (A) und (Gesamt)Eindruck (E). Pro Rubrik gibt es maximal 25 Punkte. Insgesamt (I) kann ein Whisky daher höchstens 100 Punkte erzielen.

Die getesteten Produkte

Feel! Munich Dry Gin 47% - 82 Punkte

Frank: Kräftige Wacholdernote, wie man sie erwarten darf. Gepaart mit floralen Noten. Im Geschmack eher leicht und trocken. Im Angang lang und trocken. Durch seinen konstanten Charakter ist dieser trockene Gin in gewisser Weise „berechenbar“ und sollte für Profis hervorragend mixbar sein.N 22, G 22, A 22, E 23: I 91

Hubert: In der Nase spiegelt sich eine Wacholdernote mit etwas Zitrone und einer gewissen Schärfe. Auf der Zunge schmeckt man zunächst eine spitze Zitronennote, später würzige Aromen. Im Abgang dann erneut die starke Zitrusnote. Erinnert insgesamt an einen Limoncello.
N 18, G 18, A 20, E 19: I: 75

Meike: Ein toller Gin für Veganer. In der Nase setzen sofort starke Zitrusnoten ein. Eine Mischung aus Limette und Wacholder mit floralen Anklängen. Im Geschmack leicht würzig mit intensiver Limetten-Note. Der Wacholder kommt schön zur Geltung, wie man es bei einem Gin auch erwarten darf. Die Würze des Korianders bleibt lange im Mund haften. Insgesamt ein Gin, der mit Sicherheit seine Liebhaber findet, der mir aber persönlich zu „sprittig“ ist. Als Gin Tonic würde ich entweder das Monaco Tonic oder das Thomas Henry Tonic empfehlen, da letzteres die Schärfe mit der angenehmen Süße vereint. Dazu eine Zitronenzeste. N 22, G 18, A 20, E 20: I 80

Soul of Bavaria 40% - 89,5 Punkte

Hubert: Ein Gin mit einer angenehmen, milden Wacholdernote, die durch sanfte florale Noten ergänzt werden. Nach einigen Minuten im Glas stellt sich eine deutliche Zitrusnote ein. Im Geschmack ist der Soul of Bavaria süßlich, angenehm mild und überrascht mit einer erstaunlich sanften Zitrusnote. Es sind diese angenehmen Zitrusnoten, die sich gleichmäßig im Mundraum verteilen. Der Soul of Bavaria schafft den Spagat zwischen charaktervoll und dennoch angenehm mild. N 22, G 22, A 23, E 23: I: 90

Meike: Bereits die Flasche mit der „Münchner Skyline“ lädt zum Verkosten ein. In der Nase findet sich sofort eine angenehme Zitrusnote, gepaart mit einem Hauch von Pfefferminze und allem, was zu einem vernünftigen Gin gehört. Allerdings stellt sich die Wacholdernote erst beim zweiten Einatmen ein. Dank seiner 40% lädt der „Soul of Bavaria“ auch zum puren Genuss ein. Im Glas entfaltet sich eine ganze Vielzahl an Aromen: eine nicht zu dominante Wacholdernote, gefolgt von Zitrone und Limette. Er eignet sich hervorragend für Gin-Tonic-Einsteiger, denn er ist besonders mit dem Goldberg Tonic oder dem süßen 1714 Tonic sehr einfach zu trinken. Der „Soul of Bavaria“ eignet sich sowohl als am Mittag. Er ist der ideale Begleiter im Sommer am Nachmittag auf einer Dachterrasse. Und auch als Mitbringsel aus München ist er eine klare Empfehlung. N 23, G 23, A 20, E 23: I 89

Frank: Sehr überraschende Nase: die klassische Wacholdernote trifft hier auf schmackhaft gewürztes Grillfleisch (Steak). Nach einer Weile stellen sich Cola- und Fruchtnoten ein, die Lust auf mehr machen. Im Geschmack angenehm leicht. Nicht zu dominant. Mittellanger Abgang. Definitiv ein gefälliges Produkt, das eher durch eine fruchtig-blumige Note überzeugt. N 23, G 22, A 22, E 23: I 89

Kaiser Hill 16 Bavarian Dry Gin 42% - 76 Punkte

Meike: Vom Flaschendesign ein optisch ansprechender Gin aus der Oberpfalz. Im ersten Geruch hat er die Anmutung von Desinfektionsmittel. Dann kommen Holz und Wacholder. Auf der Zunge erkennbarer Wacholder, leichte Zitrusnoten und Süßholz. Er brennt beim ersten Schluck und ist nicht rund. Er ist auf Eis leichter zu trinken als pur. Mit dem Brennen auf der Zunge verflüchtigt sich auch der Wacholdergeschmack. Für mich ist er nicht rund. Trotz Anfangsbegeisterung kommt er bei mir nur auf 60 Punkte insgesamt.  N 15, G 16, A 14, E 15: I 60

Frank: In der Nase kräftig, ausdrucksstark und eigen. Dabei weder aufdringlich, noch polarisierend. Im Geschmack voluminös mit angenehmer Wacholdernote. Langer, gleichmäßiger und eleganter Abgang. Insgesamt ein eigenständiger, sofort identifizierbarer Gin mit spannendem, besonderem Charakter.  N 23, G 23, A 23, E 23: I 92

Hubert: Die Aromen lassen sich nur wenig klar definieren. Dabei sind Malz, Kaffee und Basilikum. Auf der Zunge gibt er sich kantig mit vielfältigen Kräuternoten. Im Abgang ist er mild, langanhaltend, aber leider wenig ausdrucksvoll.  N 19, G 20, A 18, E 19: I 76

Bavarka Bavarian Gin 46%- 91,5 Punkte

Frank: Eine tolle Nase: kraftvoll, floral, mit Zitrusnoten und „right between the eyes“. Im Geschmack komplex, rund und rassig. Insgesamt lang anhaltend mit leichter Süße. Sowohl pur, als auch gemixt ein sehr spannendes Produkt.  N 23, G 22, A 21, E 23: I 89

Hubert: Klar definierte Wacholdernoten. Wuchtig, fruchtig und komplex. Dabei gleichzeitig überlagert von einer Art Frischenote. Das Kräuterbouquet macht neugierig auf den Geschmack. Der Bavarka Gin ist süß auf der Zunge mit klar schmeckbaren Kräuternoten. Insgesamt mild, ölig und sehr komplex. Im Abgang ist er lang anhaltend. Es bleiben eine angenehme Zitrusschärfe und Fruchtaromen.   N 22, G 23, A 23, E 23: I 91

Meike: Ein Gin aus der Lantenhammer-Familie weckt große Erwartungen. In der Nase stellen sich Wacholder, florale Aromen und ein leichter Hauch von Zitrus ein. Er ist geprägt durch einen intensiven Wacholdergeschmack, gepaart mit Koriander. Damit ist er die perfekte Basis für intensive Gin Cocktails wie etwa den klassischen Gin Gimlet, zumal sich im zweiten Geschmack die Zitrusnote bemerkbar macht. Ein langanhaltender Abgang, geprägt durch eine leichte Bitternote mit Süße. Der Bavarka ist ein ehrlicher Gin, wie man ihn von Lantenhammer erwartet. Hier stimmt der Alkoholgehalt in Verbindung mit dem Wacholdergeschmack. Er lässt sich sowohl pur als auch als Gin Tonic trinken. Meine persönlichen Empfehlungen für einen Sundowner Gin Tonic sind das Thomas Henry Elderflower Tonic oder das Fevertree Tonic Water  N 22, G 23, A 22, E 23: I 90

Aronia Geist 40% - 90 Punkte

Hubert: In der Nase dominieren Trockenfrüchte, Nüsse und Marzipan. Im Geschmack leicht süß mit Anklängen von Kirschen und Trockenfrüchten. Im Abgang lang anhaltend, angenehm, würzig und mit angenehmer Bitternote. Insgesamt sehr interessant. Der Aronia Geist hebt sich angenehm ab von anderen Spirituosen. Eine empfehlenswerte Alternative zu einem guten Grappa.  N 22, G 22, A 23, E 24: I 91

Frank: Eine volle Breitseite aus Rosinen und Rumtopf. Obwohl man Süße erwartet, bleibt der Aronia Geist angenehm alkoholisch-trocken. Die sehr angenehmen Marzipan-Noten dominieren. Er klingt schön elegant aus. Ein insgesamt überraschendes und gefälliges Produkt mit angenehmer Marzipan-Kernobst-Note.  N 22, G 22, A 22, E 23: I 89

Meike: Eine schöne, runde Mädel- und Marzipannote. Eignet sich als Digestif. N 22, G 22, A 23, E 24: I 91

Arrach No. 1 46% - 91 Punkte

Meike: Angenehme Sherry-Nase, die Lust auf mehr und Vorfreude auf das Geschmackserlebnis macht. Auf die Zunge legt sich eine Vanillesüße gepaart mit Noten von Honig und Karamell. Der Abgang ist warm und langanhaltend. Es entwickeln sich Aromen von Macadamianüssen und Schokolade. Für Whiskyliebhaber ein Muss.  N 23, G 23, A22, E 22: I90

Hubert: Die Nase ist mild und angenehm. Aromen von Malz, Honig, Vanille und Mandel. Auf der Zunge sind Früchte und Malztöne schmeckbar. Im Abgang kommen Kirsche und Mandel dazu. Insgesamt lang anhaltend und rund. N 23, G 22, A 22, E 22: I 89

Frank: Wundervoll komplex. Einfach lecker. Sahnekaramellig. Macht Lust auf mehr. Perfekt eingebundene Fassnoten. Lagerung im Sherryfass ist eine Überraschung. Ideales U-Boot in einem Whisky-Tasting. Tolle Toffee-Noten. Im Abgang lang und gleichmäßig. Sherryfassnoten mit angenehm-trockener Süße. Wow! Lässt – als Sherryfass-Lagerung verkauft – Whiskygenießer-Herzen jubeln. Tolles Produkt!  N 24, G 23, A 23, E 24: I 94

Stonewood Drà 43% - 80 Punkte

Frank: Eichenholz- und Karamell-Noten mit zimtigen Anklängen. Charaktervoller Geschmack nach Vanille und dunkler Schokolade. Gut zu nehmende Trockenheit im Abgang. Lang anhaltend mit Anklang von Bitterschokolade. Ein würziger Whisky, der lange am Gaumen hängen bleibt. N 22, G 23, A 22, E 22: I 89

Hubert: In der Nase frisch und mild, gepaart mit leichten Malztönen und Anklängen von Zitrus und Rosinen. Im Geschmack fruchtig und frisch mit erkennbarer Traubennote. Im Abgang mild mit leichten Holztönen. N 19, G 19, A 19, E 19: I 76

Meike: Aufgrund des jungen Alters kommen in der ersten Nase zunächst nur leichte Aromen von Vanille und Karamell hervor. Danach stellen sich leichte Holznoten ein. Im Geschmack kommt Zartbitterschokolade zur Geltung, welche von Bourbon Vanille untermalt ist. Dennoch sehr würzig und die 43% Alkohol machen sich schnell bemerkbar. Der Abgang ist warm und leicht holzig. N 18 G 19, A 19 , E 19: I 75

Stonewood Smokey Monk 40% - 85 Punkte

Hubert: Die Nase erinnert an einen Spätsommernachmittag in Bayern, nach frischem Heu und Kräuterblumen. Auch etwas Kümmel mischt sich darunter. Im Geschmack erstaunlich frisch. Den Abgang dominieren würzige Kräuternoten, die lange am Gaumen bleiben.N 20, G 18, A 22, E 19: I 79

Meike: Die erste Nase erinnert an ein amerikanisches Frühstück. Gebratener Bacon untermalt von Heu. Hier muss man schon etwas gegessen haben, bevor man den ersten Schluck wagt. Der Geschmack gibt den Geruch wieder. Ich muss ehrlich gestehen, mir ist er zu stark, aber ich könnte ihn mir wunderbar zum Grillen vorstellen. Schöne Marinade für ein saftiges Rinderfilet. Auch Einsetzbar beim Mixen für einen Bacon Old Fashioned. Der Abgang ist angenehm würzig und vollendet harmonisch den den Geruch und Geschmack.  N 22 G 20, A 21, E 20: I 83

Frank: Geil! Frisch geräucherter Bacon an angenehmen Holznoten. Hier will man sofort reinbeißen. Der Geschmack bestätigt die Nase. Aber überraschend fein und leicht. Gerade deshalb will man mehr davon. Der Abgang ist weder zu lang, noch zu kurz, sondern gerade richtig. Ein absolut überraschendes Produkt für alle, die auf rauchige Whiskys stehen, aber nicht den ganzen Abend den Mund davon voll haben wollen. Meine persönliche Überraschung im Stonewood-Lineup.  N 24, G 23, A 22, E 24: I 93

Stonewood Woaz 43% - 89 Punkte

Frank: Sehr angenehme Nase aus Rum-Rosine und Karamell mit leicht süßen Honig-Noten. Im Geschmack süßlich-malzig. Frisches Holz und dezent wahrnehmbare Rauchnoten ergeben eine bestens trinkbare Melange. Im Abgang fein und lang. Insgesamt einfach angenehm und sicherlich ein idealer, schmeichelnder Begleiter zu einer nicht zu kräftigen Zigarre.  N 23, G 22, A 22, E 23: I 90

Hubert: Ein sehr angenehmer Duft ohne jegliche Schärfe mit Aromen von Zwetschge und Mandel. Auf der Zunge zunächst sehr süß. Dann entfalten sich die nuancierten Fruchtnoten. Der Whisky ist im Abgang angenehm. Im Mund verbleibt eine sanfte Schärfe.  N 24, G 23, A 20, E 22: I 89

Meike: Hier kommt einem der Duft von Vanille und einem Hauch Tonkabohne in die Nase, gefolgt von reifen Zwetschgen und eine Spur von Macadamianüssen. Im Geschmack bringt der Stonewood Woaz eine leichte würzige Schärfe, welche schnell durch die Vanille und den süßlichen Holzgeschmack verfliegt. Der Abgang ist rund und angenehm langanhaltend. Hier kann man sich lange mit den vielfältigen Geschmacksnuancen beschäftigen.  N 23 G 22, A 20, E 22: I 87

Stonewood 1818 45% - 90,5 Punkte

Frank: Eigene Note nach erntefrischem Stroh und frisch gemähtem Getreidefeld im August. Geschmacklich kräftig, aber dennoch mild mit angenehm eingebundenen Holz-Noten. Im Abgang elegant, filigran und lang anhaltend. Spannender Vertreter, der die Eleganz guter Grain-Whiskys in interessanter und eigenständiger Weise interpretiert.  N 22, G 23, A 23, E 23: I 91

Hubert: Hier atmet man Marzipan und Kirsche ein. Im Geschmack bleibt die Kirschnote, ergänzt um Trockenfrüchte und Marille. Im Abgang bleibt der mild-fruchtige Eindruck bestehen und hält lang an.  N 23, G 22, A 22, E 23: I 90

Meike: Der „Stonewood 1818“ erinnert mich bei der ersten Nase an Marzipan in Schokolade ummantelt. Im Geschmack zeigen sich Kirsch- sowie Pflaumenaromen, gefolgt von Rosinen .Der „Stonewood 1818“ braucht im Glas einige Zeit, um sich entfalten zu können. Mir gefällt er auch bei der Zugabe von ein bis zwei Drops Wasser sehr gut, denn diese nehmen ihm etwas die Power und die Aromen kommen noch deutlicher zur Geltung. Im Abgang bleiben Trockenfrüchte und Schokolade. Mein Tipp: Passt perfekt zum Zwetschgendatschi am Nachmittag.  N 23, G 22, A22, E 23: I 90

Slyrs 51 51% - 92 Punkte

Hubert: Die Nase ist etwas blumig mit Anklängen von Kirsche, Zitrus und Holz. Im Mund entfaltet der Whisky mit etwas Verzögerung eine regelrechte Geschmacksexplosion voller Frische, die sich im Mund langsam verteilt und dann auf mildere Aromen übergeht. Der Abgang ist ölig, wärmend, fruchtig und lang anhaltend. Allein schon aufgrund seines ungewöhnlichen Verhaltens im Mund ausgesprochen interessant.  N 23, G 23, A 22, E 23: I 91

Meike: Ganz tolle Nase, die feinste Sherry-, Karamell-, Toffee- und Schokoladennoten elegant miteinander vereint. Ich freue mich auf den ersten Schluck. Und der erste Eindruck bleibt auch im Geschmack durch eine Geschmacksexplosion von trockenem Sherry, Sahnekaramell sowie Vanille bestehen. Man freut sich auf das Entdecken weiterer Geschmäcker bei Schluck Nummer 2. Der Abgang ist langanhaltend und sehr fruchtig. Ein schöner Begleiter für laue Sommerabende, aber auch für das Sitzen vor dem Kamin mit einer Zigarre ein angenehmer Begleiter. Ein großes Lob an Slyrs und ein perfekter Beleg dafür, dass Deutschland international am Whiskymarkt gut mithalten kann.  N 23, G 23, A 22, E 23: I 91

Frank: Ein großes Lob an den Brennmeister! Feiner Sherry, Sahnekaramell, Toffee und perfekt ausbalancierte Fass- und Holznoten. Im Mund erneut Sahnekaramell und tolle Süße. Vanille. Nie zu trocken oder zu alkoholisch. Feiner, langer Nachklang, angenehm trocken. Macht mehr als Lust auf Schluck Nummer 2. Ein überzeugendes Beispiel, wie weit es deutsche Whisky-Kunst inzwischen gebracht hat.  N 24, G 24, A 23, E 23: I 94

Jüngste Endeckungen

Liebl Bärwurz Premium

Ein im Sherryfass gelagerter Bärwurz, der Bayern für den urbanen Genießer geschmacklich erlebbar macht.

Affengeil

Essence noir für verführerische Nächte und mehr. Eine Sünde auf der Zunge: lasziv, aromatisch und lebensfroh.

Holly van

Die wilde Blüte des Holunders mit einem Hauch von Rosenblüten, einzig gezähmt durch Bourbon Vanille aus Madagaskar.

Natali

Ein Haselnuss-Likör, geboren mit der Kraft aus Vanille und Schokolade.

Spacewurz

Wenn der „bayerische Sellerie“ zum Astronauten wird, ist das Ergebnis ein Wurzelschnaps aus dem All.

Schlierachtaler Kräuterlikör

Dank seiner starken 50 Prozent ein hundertprozentiges Kräutererlebnis der oberbayerischen Art.

Aronia Likör vom Langlebenhof

Der herbe Aroniageschmack verwandelt sich hier in eine angenehme Süße, die an eine Mischung aus Litschi, Heidelbeere und Kirsche erinnert.

Übermäßiger Alkoholkonsum ist gesundheitsschädlich. Bitte genießen Sie alkoholische Getränke verantwortungsvoll.