„DAHOAM“ bei Uschi Ackermann

KIR München zu Besuch bei Society-Lady Uschi Ackermann und ihren Möpsen Sir Henry und Juli Text© Daniela Schwan Fotos© Klaus Weißenberg




Wie tröstet sich die hochkarätige Society-Lady Uschi Ackermann über den Tod ihres geliebten Mannes hinweg? Welche Rolle spielen Möpse, Parfum und Designer-Outfits dabei? KIR-München-VIP-Redakteurin Daniela Schwan und Fotograf Klaus Weißenberg wollten es wissen. Und besuchten Uschi Ackermann - die Witwe von Münchens Jahrhundert-Gastro-König Gerd Käfer - in ihrer frisch renovierten Dachterrassenwohnung in Bogenhausen. Exklusiv!

Lässig in schwarze Leggins und Pulli gekleidet, öffnet sie die Tür. Mit ihrer pfiffigen Kurzhaarfrisur, Kajal-umrandeteten Augen und übergroßen Ohrringen erinnert sie verblüffend an die amerikanische Film-Ikone Liza Minnelli. Uschi Ackermann. 26 Jahre lang war sie mit Gerd Käfer, Edel-Gastronom und Party-King, liiert; davon über zehn Jahre lang mit ihm verheiratet. "Nach seinem Tod im Mai 2015 hatte ich plötzlich Lust auf Farbe! Und habe inzwischen fast alles verändert", erzählt die quirlige PR-Lady sogleich. Wo früher dunkles Grün und Beige vorherrschten, dominieren heute satte Terrakotta-, Beeren- und Rottöne. Die dunkelbraunen Schränke im Flur und Schlafzimmer hat sie mit edlen Stoffen beziehen lassen, die Sofas und Sessel im Wohnzimmer erstrahlen in frischem Rot mit Goldelementen, im Schlafzimmer thront ein nagelneues lilafarbenes Bett. An die 500 Möpse - ob als Motiv auf Kissen, Fußmatten, Servietten, Kerzen, Porzellanfiguren, als Konterfei oder Stofftier - zieren die rund 100 Quadratmeter große Wohnung und die bunt beblumte Dachterrasse. Ach ja, die Möpse: Sir Henry, Europas berühmtester Mops mit eigener Facebook-Site mit 11.000 Likes, und die süße, einäugige Juli. Aufgeregt wuseln sie herum. Sir Henry bellt. "Seit Gerd tot ist, glaubt er, er sei der Chef", lacht Uschi Ackermann.

Ihren Wohnsitz in Kitzbühel will sie in einem Jahr aufgeben. "Es war Gerds letzter Wille, schließlich kann ich nichts mitnehmen, wenn ich mal gehen muss. Hoffentlich habe ich noch zehn Jahre." Und: "Gerd würde unser neues Zuhause lieben, er wollte immer, dass ich glücklich bin. Er war einzigartig als Mensch und als Mann." Lange habe sie getrauert und Gerd Käfer bis zum letzten Atemzug gepflegt, so die 69-Jährige. "Er lebt in meinem Herzen weiter. Ich habe es gelernt, mich mit Dingen abzufinden, die man nicht ändern kann, und das Beste daraus zu machen." Mittlerweile sitzt Sir Henry entspannt auf dem Schoß der Interviewerin. Und schenkt ihr einen seiner unwiderstehlichen Blicke. Drei Bücher hat er inzwischen veröffentlicht (Autorin: Renate Schramm), darüber hinaus hat er eine Haribo-Gummimöpse-Reihe und fettfreie Hundeleckerlis (europaweit in allen Müller-Filialen erhältlich) sowie eine eigene Sir-Henry-Edition mit Hundebettchen und Accessoires auf den Markt gebracht.

Dann führt Uschi Ackermann in ihr Allerheiligtum. Zeigt ihre Parfümflakons in allen Größen, fein säuberlich nach Designern geordnet. "Mein Lebensmotto, und das war auch das von Gerd: sehen, riechen, schmecken mit allen Sinnen!" Im Nebenschrank ihre hochkarätigen Sammlungen mit Chanel-Schuhen, Ohrringen, Taschen, Schuhen und mehr 70 Jacken und Kleider aus dem Hause Coco Chancel. Allesamt mit eingraviertem Kaufdatum. "Leider passen sie mir derzeit nicht, schaut mal, neee, das geht ja gar nicht zu, ich muss sieben Kilo abnehmen", stöhnt sie. Chanel - ihr Lieblingslabel. "Das passt zu jeder Gelegenheit rund um die Uhr". Diät - ein leidiges Thema. "Ich habe schon viel probiert, vom Heilfasten bis zum Strom-Training, aber nichts hat wirklich geholfen." Gerade hat sie Ayurveda für sich entdeckt und schwört auf das Studio von Sandra Sharma in der Möhlstraße.

 

"Parfum ist wie die Liebe, ein wenig ist nie genug!"

Uschi Ackermann tischt Avocado- und Frischkäsehäppchen auf. Gastfreundschaft wurde auch bei Gerd Käfer ganz groß geschrieben. "Wir haben ganz viele Partys mit interessanten Leuten aus der High Society gegeben", erinnert sie sich. Heute wird sie nicht mehr so oft eingeladen. Und lebt lieber für sich: "Meine Welt sind meine Möpse, und meine Berufung ist es, Bedürftigen zu helfen. Und ein neuer Mann kommt mir nicht mehr ins Haus." Am Schluss posiert Uschi Ackermann mit ihren Lieblingen auf dem stylischen Boxspringbett. Im Hintergrund: ihre Parfum-Flakons im XXL-Format. "Parfum ist wie die Liebe, ein wenig ist nie genug", sinniert sie. Einige besonders schöne und wertvolle Flaschen hat ihr verstorbener Mann rahmen lassen; sie sind derzeit im "Salon des Flacons" im Kurhaus in Wiesbaden zu bewundern und werden im Dezember im Auktionshaus Robert Ketterer versteigert. Natürlich für einen guten Zweck: Der Erlös geht an die VITA Assistenzhunde, eine Einrichtung, die Hunde ausbildet, um Behinderte im täglichen Leben zu unterstützen.

Uschi Ackermann - eine der wahren Society-Ladies Münchens. Eine mit einem ganz großen Herzen. Die Bling-Bling liebt. Und lieber handelt statt redet.